Geographie und Geologie des Naturparks

Geographische Lage
Das Gebiet der Lessinia erstreckt sich über 820 km² zwischen den Provinzen Verona und Trient, und befindet sich im südöstlichen Teil der Alpen, in den venezianischen Voralpen;
ihre Grenzen sind klar umrissen: im Westen mit der Rinne des Urstromtal der Etsch, mit dem tiefen Einschnitt des Val dei Ronchi nördlich und mit den Städten und den ländlichen Gebieten des Flachlandes von Verona im Süden.
Die Ostgrenze, undeutlicher als die anderen, liegt auf dem Bergrücken, der die Val d'Alpone vom Vicenza Chiampo-Tal trennt.
Von der Ebene bis zu seinen Bergen kann die Lessinia in drei verschiedene Landschaften unterteilt werden, von denen jede seine eigenen Charakterzüge aufweist:
Die Ebene und die Hügellandschaft bis zu 600-800 Meter Seehöhe, wo Weinbau betrieben wird und Oliven und Kirschen angepflanzt sind.
Der mittlere Gebirgsbereich zwischen 800 und 1200 Metern Höhe, wo sich die wichtigsten Ortschaften der Lessinia befinden.
Zuletzt die Almen auf 1200 Metern bis zu bei den östlichen Gipfel bis zu 1800 Metern Seehöhe, welche durch die dichten Buchen- und Tannenwälder und die mehr als hundert Almen charakterisiert werden.
Eine vierte Subzone läßt sich ebenso feststellen, welche auf die drei eben genannten aufgeteilt ist, jedoch gewisse Eigenheiten aufweist: die der Vaj und der Täler.
Entlang der steilen Hänge dieser Talsenken und -becken ist die dichteste Vegetation der Monti Lessini zu finden;
obwohl diese Waldgebiete nicht als "natürlich" bezeichnet werden können, da sie jahrhundertelang als Brennholz- und Holzkohlequellen verwendet wurden, konnte sich in ihnen die Fauna der Lessinia am besten erhalten und ausbreiten.
So öffnen die Vaj dell'Anguilla, dei Falcons und Marciora sich sich von den hohegelegenen Almen der Lessinia und erstrecken sich bis in das breite Tal Val Pantena;
Diese tiefe Täler ziehen sich durch die gesamte Lessinia von den Bergen bis in die Ebene, wie zum Beispiel das Val d'Illasi und Val Squaranto, oder beginnen auf den Hügeln, wie die Täler von Fumane, Marano und Negrar im Westen oder die Täler Mezzane, Tramigna oder Alpone im Osten.
Die steilen Hänge dieser Vaj, zusammen mit dem größten Teil der Hochweidengebiete und einigen weiteren kleineren Gegenden, sind seit 1990 Bestandteil des Regionalen Naturpark der Lessinia, der sich über knapp mehr als 100km² zwischen den Provinzen Verona und Vicenza erstreckt.
Die Geologie
Die Hauptdolomit (220–210 Millionen Jahren) bildet das Fundament des gesamten Voralpenausläufer Lessiniens und tritt zutage bei den Hängen der tiefen Einschnitte der Val dei Ronchi, Val d’Adige und Val d’Illasi Täler;
Die Gruppe der grauen Kalksteine, in verschieden Formationen aufgeteilt (zwischen 200 und 185 Millionen Jahren) zeichnen sich durch das Vorhandensein von Muschelfossilien, darunter die berühmten Lithiotis, die leicht in der Hochebene zu beobachten sind.
Ein weiteres Merkmal der grauen Kalsteine sind die Spuren der Dinosaurier, den berühmten Spuren von Rovereto zeitgenössich, am Abhang der Bella Lasta, über dem Revolto Tal.
Die oolitischen Kalksteine (185 – 175 Millionen Jahren) zeichnen sich hingegen durch Karbonatblagerungen aus, gemischt mit organischen Elementen wie fossile Rückstände, die für das Riff typisch sind.
Ein lange Periode, von 175 bis 135 Millionen Jahren, markiert die Ablagerung vom Rosso Ammonitico Veronese, den roten veronesischen Marmor, die die lessinische Landschaft am meisten prägt ; diese felsige Stratigraphie, durchschnittlich hart und kompact, ist reich an Ammonitenfossilie und alten Cephalopods, die in wenig tiefen Meeren lebten und die die Ablagerungsperiode dieser Felsenart charakterisieren.
In Rahmen Lessiniens, neben den Stratigraphien der oolitischen Kalksteine und des roten Marmors, führte die erosive Wirkung des Wassers und der atmosphärischen Wirkstoffe zur Bildung von groβen Naturdenkmäler, wie die Ponte di Veja Brücke und den Covolo di Camposilvano Hohlraum, von spezielle karstige Phänomene, wie Dolinen und Höhlen, geologische Einzigartigkeiten, wie die zahlreichen Felsenstädte auf den Hochebene; das bekannteste ist sicherlich das Valle delle Sfingi Tal, in der Nähe von Camposilvano.
Jünger ist die Bildung von Majolika (oder Toed), die sich zwischen 135 und 90 Millionen Jahren in der Tiefsee abgelagert hat, eine Stratigraphie, die die sanften Ausläufer der Gipfelgebiete in den Hochebenen prägt und welche von weißlich und regelmäßigen Felsen gemischt mit Feuersteinknötchen und Resten der alten Diatomeen Schalen geprägt ist.
Zwischen 90 und 70 Millionen Jahren wurde es eine Reihe von Schichten (Gefleckte und Rote) auf rosa-roten Farbe für die Eisenoxide abgelegt, die darin enthalten sind; innerhalb der Felsformation, die fast ausschließlich typisch im mittleren Westen der Lessinia ist gibt es einen besonderen Teil, der als Lastame (Latrame) calcareo bekannt ist („lastame“ auch „Stein Prun“ oder „Stein der Lessinia, vor 95.000.000 – 70.000.000 Jahre), was noch heutzutage Gegenstand eines intensiven Verfahrens von Abbau und Verarbeitung ist.
Schließlich tauchen die gelblich-weißen Kalksteine von Paläozän und Eozän, die im allgemein aus wenig zusammenhängenden Stratigraphien bestehen, in vielen hügeligen Gebieten der Lessinia zwischen der Provinz Verona und Vicenza auf, wo seit Jahrhunderten spezielle versteinerte Exemplare von Fischen und anderen Organismen in besonderen Stätten extrahiert werden, die perfekt in felsigen Stratigraphien erhalten sind.
Das Panorama von geologischen Formationen der Lessinia wird von magmatischen basaltischen Gesteine, die sich während des Paläozäns abgelagert worden sind, vervollständigt. Diese Gesteine liegen insbesondere in einigen Gebieten Valpolicella und vor allem in den Tälern des östlichen Lessinia, wo die Gebiete von Val D’Alpone und Val Chiampo stark kennzeichnen.
(Archiv des regionalen Naturparks der Lessinia)






